ASS spielt Szenencollage zum Thema Zeit im Kulturwerk

ASS spielt Szenencollage zum Thema Zeit im Kulturwerk

Zwei Semester lang hat sich der DS Kurs mit postdramatischen Theaterformen in der Theorie und Praxis beschäftigt. Aus all den theoretischen Impulsen ist eine Szenencollage entstanden, die den Titel trug „Die Zeit sagt, der Mensch vergeht“, die am 04.07. im Nienburger Kulturwerk präsentiert wurde. Grundlegende Veränderungen des gesellschaftlichen Miteinanders und damit einhergehende Veränderungen der Wahrnehmungs- und Kommunikationsgewohnheiten werden vom Postdramatischen aufgegriffen und konterkariert, indem die Simultaneität von Denken und Handeln und die Hinwendung zu medienvermittelter Kommunikation u.a. thematisiert werden. Brechts episches Theater, performative Theaterformen, die sog. Rimini Protokolle oder das dokumentarische Theater standen zum Beispiel Pate bei der Ideensammlung zu den Zeitprotokollen. „Das Thema Zeit haben wir uns ausgesucht, weil uns die Zeit im Nacken sitzt, wenige Monate vor dem Abitur, weil Zeit immer wieder etwas ist, was man nicht hat, sich aber nehmen sollte, weil Zeitbegriffe so unterschiedlich definiert und wahrgenommen werden und weil wir in einer extrem schwierigen Zeit auf unser Abitur zusteuern“, beschreiben Vertreterinnen des Kurses ihre Motivation. So haben die Jugendlichen versucht, die Zeit unterschiedlich zu definieren, Zeitzitate zu verwenden, sie haben über die Tages- und Lebenszeit nachgedacht, über die Vergänglichkeit und die Verschwendung von Zeit. Zeit habe sich ihnen schön

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Die ASS sucht das Glück im Kulturwerk

Die ASS sucht das Glück im Kulturwerk

Werde ich glücklich sein? Unter diesem Motto stand die Aufführung des Theaterkurses der Albert-Schweitzer-Schule am 17.06.22. Die Schülerinnen und Schüler präsentierten an diesem Abend die Ergebnisse einer gemeinsamen Projektarbeit im Fach „Darstellendes Spiel“ unter der Leitung von Andreas Busch. In vielfältigen Szenen, die die Schüler selbst erarbeitet und inszeniert hatten, ging es um die Auseinandersetzung mit der Frage, was persönliches Glück ausmacht und wie man es denn erreichen kann. Dabei ist ein sehr individueller und zum Teil auch intimer Blick auf das Thema entstanden, den die Jugendlichen mit den weit über 100 Zuschauern teilten. Die Vielfalt unterschiedlicher Darstellungsformen sorgte für große Begeisterung: Bewegungstheater, Tanztheater, Performance oder chorisches Spiel wechselten sich in der einstündigen Aufführung ab. Erlernt und geprobt wurden diese Darstellungsformen im Unterricht, aber auch in der Freizeit, zum Beispiel an einem langen Probenwochenende im Tagungshaus Drübberholz. „Die Schülerinnen und Schüler zeigten die ganze Zeit großen Einsatz“, betont Andreas Busch, „jedes Team hat das Projekt Stück für Stück vorangebracht und es ist ein sehenswertes Ergebnis entstanden.“ Beispielhaft für die Durchhaltewillen der Spielenden und die interessante darstellerische Umsetzung des Themas sind u.a. die Performance von Bakr Mekdad, der geschlagene fünf Minuten versucht, ein viel zu hoch

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Projektunterricht Darstellendes Spiel im Jahrgang 9 – eine Annäherung

Projektunterricht Darstellendes Spiel im Jahrgang 9 – eine Annäherung

Darstellendes Spiel, was ist das? Das neue Halbjahr hat begonnen, somit wechseln auch einige Fächer und zwei davon sind ganz neu. Projektunterricht setzt ein, ohne dass man weiß, was eigentlich Inhalt dieses Projektes ist. Und dann befindet man sich noch im Distanzlernen. Wie soll das funktionieren mit einem gänzlich neuen Unterricht? Schülerinnen und Schüler aus zwei neunten Klassen haben sich in ihrer privaten Umgebung der Definition des Faches DS kreativ genähert. „Darstellendes Spiel ist eine Kunst, mit der du dich selbst und deine Umgebung aus einer anderen Perspektive kennenlernst“. In Bild… …oder in Ton: …oder im Video:

Darstellendes Spiel in Corona-Zeiten – neue Perspektiven einnehmen!

Darstellendes Spiel in Corona-Zeiten – neue Perspektiven einnehmen!

Ihr fragt euch, ob und wie das funktioniert? Klar, denn … „Darstellendes Spiel ist eine Kunst, mit der du dich selbst und deine Umgebung aus einer anderen Perspektive kennenlernst“. Also, nehmen wir die Gegebenheiten an und doch einfach mal die Corona-Perspektive ein. Aufgabe war es, ein berühmtes Gemälde neu zu interpretieren, indem typische Corona-Utensilien neben der eigenen Ausdrucksfähigkeit in Szene gesetzt werden. Hier einige Ergebnisse aus einem Kurs der Qualifikationsphase: Das geht auch in bewegten Bildern….

Theater im Distanzlernens: Vorhang auf an der ASS!

Theater im Distanzlernens: Vorhang auf an der ASS!

An der Albert-Schweitzer-Schule wird regulär das Fach Darstellendes Spiel unterrichtet/ Lehrer und Schüler zeigen, wie das in Pandemie-Zeiten funktioniert Sätze für die Ewigkeit gibt es selten. Der irische Lyriker, Dramatiker und Bühnenautor Oscar Wilde bemerkte einmal: „Die Bühne scheint mir der Treffpunkt von Kunst und Leben zu sein.“ Bemessen an ihrem Wahrheitsgehalt, sind Worte kaum je tiefer in den Granit alle Zeiten überdauernden Felses gemeißelt worden. Denn die gewohnten Bühnen stehen leer – Theaterbühnen, Opernhäuser, Schauspielhäuser, Orchestergräben, und so auch die Bühne ihrer Schule, der Albert-Schweitzer-Schule, für die Schülerinnen und Schüler der Kurse ‚Darstellendes Spiel‘. Dieser Treffpunkt von Kunst und Leben hat es schwer in Zeiten des Abstandhaltens, in Zeiten der Pandemie. Was das für das Theater, die Kunst, bedeutet, kann man nur erahnen. Andreas Busch, Lehrer für Darstellendes Spiel, fasst es so zusammen: „Darstellendes Spiel ist ein besonderes Fach, das von Interaktion lebt, von der Kommunikation auf der Bühne, in Szenen und mit einem Publikum. Szenisch steht in vielen Fällen der Konflikt zwischen Figuren im Mittelpunkt – aber Figuren treffen sich zurzeit nicht in der ASS – denn es ist Lockdown, bzw. für Schulen „Szenario C“. Dem großenen Engagement und einer großen Portion Kreativität

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Darstellendes Spiel in Corona-Zeiten – Einführungsphase

Darstellendes Spiel in Corona-Zeiten – Einführungsphase

Darstellendes Spiel ist ein Fach, was von Interaktion lebt, von der Kommunikation auf der Bühne, in Szenen und mit einem Publikum. Szenisch steht in vielen Fällen der Konflikt zwischen Figuren im Mittelpunkt – auch wenn die Konflikte mit der Welt oder sich selbst immer wieder eine Rolle spielen. In der Einführungsphase im Jahrgang 11 werden die Grundlagen für theatrale und szenische Betätigung gelegt – die Ausdrucksfähigkeit trainiert, das Zusammenspiel im Ensemble geübt und ganz besonders das Aufnehmen und das Geben von spielerischen und szenischen Impulsen. All dies erfordert eine körperliche Anwesenheit, das direkte Reagieren auf den Gegenüber und das beständige Feedback durch die Reaktionen der Zusehenden. Das geht aber zurzeit nicht! Und trotzdem wollen und sollen die Schülerinnen und Schüler ihre Kompetenzen im darstellerischen Bereich aufbauen, erweitern und festigen, damit sie, wenn die Pandemiesituation vorbei ist, auch körperlich präsent, wieder voll einsteigen können. Die folgenden Bilder zeigen einen Ausschnitt aus der digitalen Distanz-Arbeit.

Grundrechte mal anders – eine Neuinterpretation

Grundrechte mal anders – eine Neuinterpretation

In diesem Schuljahr sollte in ganz besonderes Projekt in Angriff genommen werden: Die Grundrechte aus dem Grundgesetz (§1-19) der Bundesrepublik Deutschland sollten anlässlich des Jubiläums des Grundgesetzes Gegenstand unserer Beschäftigung sein. Dafür wurde ein Kooperationsprojekt mit dem Nienburger Kulturwerk e.V. und dem „Jazztrio Kein Fernsehen“ (sic!) ins Leben gerufen. Das Jazztrio hatte vor einiger Zeit schon einmal eine Ode an die Grundrechte erschaffen und aufgeführt und in diesem Jahr wollten wir den Ansatz erneuern, darstellerisch an den Grundrechte arbeiten und dann beides verweben zu einer gemeinsamen Aufführung. Dass es im Corona-Jahr anders kam, kann man sich wohl denken…. Begonnen haben wir damit verschiedene ästhetische Formen der Darstellungskunst kennenzulernen, auszuprobieren und anzuwenden auf einzelne Grundrechtsartikel aus dem Grundgesetz. Dabei sind interessante, z.T. poetische, wilde, anarchische und spannende Szenengrundgerüste oder Szenenkeimzellen entstanden. Unter anderem arbeiteten wir mit folgenden ästhetischen Ansätzen: Performance Bewegungstheater chorisches Spiel Tanztheater nach Laban Peter Brooks Ästhetik Maskenspiel theatrale Interventionen Als dann zu allen Grundrechtsartikeln Szenenideen vorhanden und auf Video gebannt waren, sollte es an das Ausdifferenzieren gehen. Die Szenen sollten geprobt, zugespitzt und pointiert werden, die ästhetischen Ansätze ausgeschärft. Dazu sollte auch ein Probenwochenende in Drübberholz stattfinden. Leider überraschte uns dann die Schulschließung

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