Bildungsprojekt verbindet Nienburg und Neerpair in Indien seit 10 Jahren/Vortrag und Besuch an ASS
Der Nienburger Verein Arivu – Zukunft durch Bildung e.V. besteht in diesem Jahr seit 10 Jahren. Aus diesem Anlass feierten die Vereinsmitglieder das 10-jährige Jubiläum, zu dem auch Father John Suresh und Frau Nandhini Krishnan aus Indien zu Gast waren.
Die Erinnerungen an die Zeit der Vereinsgründungen ließen sich die Vereinsmitglieder mit Gästen in ihrer Jubiläumsfeier anhand von Fotos wieder vor Augen führen. Besonders beeindruckt waren aber alle von der Festrede von Father Suresh aus Indien. „Wir haben Father Suresh von Anfang an als äußerst engagierten und verlässlichen Partner wahrgenommen“, betont Kathrin Haase aus dem Vereinsvorstand. In seiner Festrede betonte Suresh, wie wichtig die verlässliche Unterstützung für dieses Bildungsprojekt für die Menschen in Indien ist. Aufgrund des traditionellen indischen Kastensystems ist es auch heute noch so, dass Menschen, die keiner Kaste angehören, als Kastenlose (Dalits) ausgegrenzt werden und oft sehr schlechte Bildungschancen haben. Die Spendengelder des Vereins kommen insbesondere den Kindern dieser DalitFamilien zugute. Suresh verdeutlichte, dass die Bildung und Ausbildung für diese Menschen der entscheidende Schritt ist, der ihnen ein besseres Leben ermöglicht. Dies veranschaulichte er mit mehreren Erfolgsgeschichten von Schülerinnen und Schüler der Dr. Arulappa Schule, die in ihren Familien jeweils zur ersten Generation gehörten, die überhaupt eine Schulbildung genossen und nach ihrer Ausbildung alle einen guten Job gefunden haben, so dass sie nun auf eigenen Beinen stehen und ihre Familien unterstützen können. In ihrer jetzigen Position können sie insbesondere auch dazu beitragen, dass die Dalits ein Gesicht in der indischen Gesellschaft bekommen und ihre Rechte nach dem indischen Gesetz durchsetzen können. Besonders beeindruckend war für die Zuhörer, die an einer der Indienreisen in den letzten Jahren teilgenommen haben, dass die in den Erfolgsgeschichten genannten Personen den Reisenden persönlich bekannt und in herzlicher Erinnerung geblieben sind.