ASS in Eastbourne
Ende Mai besuchte eine Gruppe von 50 Schülerinnen und Schülern des achten Jahrgangs der Albert Schweitzer Schule das englische Seebad Eastbourne.
Die Reise ist Teil des Fremdsprachenkonzepts der Albert-Schweitzer-Schule. Die Jugendlichen leben in dieser Zeit bei englischen Gastfamilien und erhalten vormittags mehrere Stunden Englischunterricht, der an einer Sprachschule von muttersprachlichen Lehrkräften erteilt wird.
Auch in diesem Jahr waren die Schülerinnen und Schüler sehr aufgeregt, als sie zum ersten Mal auf ihre Gastfamilien trafen. Waren die Gasteltern freundlich oder gar streng? Wie würde die Unterbringung sein? Würde man sich überhaupt verständigen können? Alle diese Fragen sollten bald beantwortet werden, und nach kürzester Zeit hatten sich die Jugendlichen an die neue Situation gewöhnt und die Anspannung war gewichen. Nach dem Unterricht fand für die Schülerinnen und Schüler täglich ein Gruppenprogramm statt.

12 Achtklassler in einer Zelle
Aber auch das Naturerleben kam nicht zu kurz: Südwestlich von Eastbourne erstrecken sich die Seven Sisters, sieben riesige Kreidefelsen mit über 150 Metern Höhe. Die Gruppe wanderte meilenweit ohne zu murren an der Steilküste entlang über Beachy Head bis zum Weiler Birling Gap. Oben waren Wiesen, der Wind wehte die Wolken und unten wütete wildes Wasser. Nicht umsonst wird der Wanderweg als einer der spektakulärsten Englands empfohlen.
Auf der Rückfahrt nach Nienburg diskutierten die Jugendlichen natürlich über die Reise: „Die Fahrt lohnt sich auf jeden Fall. Man sieht in kürzester Zeit viel von England“, bemerkte Sara und fuhr fort, „In unserer Gastfamilie wurden wir von der Mum nicht wirklich verwöhnt. Man musste sich eben mit seinen Bedürfnissen an die Familie und auch an unsere große Gruppe anpassen, aber dadurch habe ich auch einges für später gelernt.“
„Viel Englisch haben wir auch gesprochen, da die Gastfamilien kein Deutsch konnten und man lernt echt die guten Verhältnisse zu Hause in Deutschland zu schätzen“, pflichtete Melinay Sara bei, und Lena bekräftigte: „Es war interessant zu sehen, wie es in anderen Ländern läuft. Bei uns ist es fast selbstverständlich, dass man WLAN oder ein Auto hat. In England besitzt sowas längst nicht jeder. Aber unsere Gastfamilie war sehr nett. Es war sauber und das Essen hat gut geschmeckt.“
„Bei uns waren die Zimmer winzig, aber die Familie war auch sehr freundlich“, bemerkte Lasse, „und wir haben sofort das WLAN-Passwort bekommen.“
„Ich finde, dass man [auf dieser Fahrt] viel mehr zu schätzen lernt, was man zu Hause hat. Wie zum Beispiel ein großes Haus“, pflichtete ihm Joy bei.
„Es war auch toll, mit den anderen in der Abenddämmerung am Strand zu sitzen“, erinnerte sich Melinay. Dass die Jugendlichen die Natur genossen haben, bestätigte auch Micha: „Ein Höhepunkt war die Wanderung über die Seven Sisters. Die Touren waren zwar sehr anstrengend, aber das wurde durch viel Freizeit ausgeglichen. „Es war schön, dass die Lehrer uns vertraut haben und wir viele Freiheiten hatten, aber wir haben uns auch alle bemüht, dass es immer gut klappt“, unterstrichen Julia und Alenja.
Dass alles „gut geklappt hat“, unterstrich auch Claudia Wengler, die das Programm wieder perfekt organisiert hat: „Die diesjährige Gruppe hat es den Lehrern wirklich leicht gemacht, Eastbourne 2017 in bester Erinnerung zu behalten.“