Zwischen Schleusen, Stromschnellen und Sommerhitze

Die Regattatage in Hannover auf dem Maschsee sollten nicht das letzte Highlight vor den Sommerferien sein. Denn direkt am Dienstag, den 23. Juni, machte sich die Ruderriege auf den Weg nach Wetzlar in Hessen, um dort die Lahn auf einer mehrtägigen Wanderfahrt zu erkunden.

Nach einer kurzen Besprechung der einzelnen Etappen startete am Dienstagmorgen die rund vierstündige Busfahrt. Da die Lahn unterhalb des Bootshauses in Wetzlar vorübergehend nicht gut befahrbar war, wurden die Boote an einer anderen Stelle eingesetzt. Dort wurden die Boote auch aufgeriggert und dann am nächsten Morgen zu Wasser gelassen. Der erste Tag endete traditionell mit Ravioli zum Abendessen.

Am nächsten Morgen begann die erste Etappe. Obwohl die Tagesstrecken vergleichsweise kurz waren, stellte die Wanderfahrt die Ruderinnen und Ruderer vor besondere Herausforderungen. Während einer Hitzewelle mit Temperaturen von über 35 Grad waren regelmäßige Abkühlungen im Wasser und ausreichend Flüssigkeit unverzichtbar.

Eine Besonderheit der Lahn waren außerdem die „analogen“ Schleusen. Hier mussten die Schleusentore noch von Hand geöffnet und geschlossen sowie der Wasserstand selbst reguliert werden – eine Erfahrung, die vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Auch Stromschnellen und Untiefen sorgten unterwegs immer wieder für spannende Momente.

Über Weilburg mit seinem Schiffstunnel und der anschließenden Doppelschleuse führte die Tour weiter nach Runkel und schließlich nach Limburg. Neben dem Rudern blieb dabei auch Zeit für gemeinsame Grillabende und erfrischende Badepausen in der Lahn.

Doch die anhaltende Hitze forderte ihren Tribut: Mehrere Teilnehmende zeigten Symptome eines Hitzeschlags. Deshalb entschied die Gruppe gemeinsam, die Wanderfahrt aus Sicherheitsgründen vorzeitig zu beenden.

Nach der Rückkehr wurde am Montag noch gemeinsam aufgeräumt, bevor die Woche mit einem Grillabend ihren Abschluss fand. Die Freude am Rudern war dennoch ungebrochen: Am Dienstag, an dem die Wanderfahrt ursprünglich geendet hätte, machten sich einige Ruderinnen und Ruderer noch einmal auf den Weg zum Naturfreunde-See, um den Sommer mit einer letzten gemeinsamen Ausfahrt ausklingen zu lassen.

Trotz des vorzeitigen Endes bleibt die Wanderfahrt mit ihren besonderen Erlebnissen, den gewöhnungsbedürftigen Schleusen und den außergewöhnlichen Wetterbedingungen allen Beteiligten sicherlich noch lange in Erinnerung.

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