ASS stößt das Tor nach Europa auf!
Schule erhält offizielle Erasmus+ – Akkreditierung/ Zweifache Zusagen ermöglichen Kurzzeitprojekt und Akkreditierung der Schule für 2-Jahres-Zeitraum
Gelegenheit, Augenzeuge einer festlichen Zeremonie zu werden, bot sich am Freitag, dem 20. Februar 2026: Flaggen wehten, Urkunden wurden in die Höhe gereckt, feierliche Worte gesprochen. Nein, den langen Weg nach Italien zu den Olympischen Spielen musste man da gar nicht antreten. Der Schauplatz war nämlich kein Olympiastadion, sondern der Schulhof der Albert-Schweitzer-Schule! Gleichwohl war der Anlass nationenübergreifend!

Die ASS ist nämlich jetzt offiziell Erasmus+-Schule! Nach erfolgreicher Bewerbung wurde das Nienburger Gymnasium von der Europäischen Union für das Programm Erasmus+ akkreditiert und erhält damit Fördermittel für internationale Bildungsprojekte bis zum 31. Dezember 2027. Die Akkreditierung ist eine besondere Auszeichnung, denn sie bestätigt ein langfristig angelegtes schulisches Entwicklungskonzept mit europäischer Perspektive. Und so fand an diesem Freitag die offizielle Präsentation der Erasmus+-Zertifizierung statt. Schulleiter Dr. Sebastian Wegener freute sich mit den Erasmus+-Koordinatoren der ASS, Birte Hembus und Dr. Lukas Steinbeck, und Schülern der Schule über eine Akkreditierung, für die die Schule bereits über viele Monate hinweg eine ganze Menge Engagement gezeigt und viel Arbeit investiert hat.
Zum Hintergrund: Erasmus+ ist das Bildungsprogramm der Europäischen Union für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport. Ziel ist es, Menschen in Europa miteinander zu vernetzen, Begegnungen zu ermöglichen und Schulen beim gemeinsamen Arbeiten an aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen zu unterstützen. Zwischen 2021 und 2027 stehen dafür europaweit rund 26 Milliarden Euro zur Verfügung, davon mehr als drei Milliarden Euro allein für den Schulbereich. Schulen erhalten dadurch finanzielle Mittel ebenso wie Zugang zu internationalen Netzwerken.
Im Mittelpunkt stehen vier zentrale Themenfelder: Demokratie und europäische Werte, Nachhaltigkeit und Umwelt, Inklusion und Vielfalt sowie digitale Bildung. Die Idee dahinter ist, konkrete Herausforderungen der eigenen Schule aufzugreifen und diese im europäischen Austausch weiterzuentwickeln. Die Ergebnisse der Lernaufenthalte fließen anschließend wieder direkt in den Unterricht und das Schulleben zurück.
„Wir als ASS haben jetzt gleich zweimal die Zusage der Förderung durch das Erasmus+ Programm bekommen“, erklärt Dr. Steinbeck, einer der Koordinatoren der ASS. „Einerseits haben wir ein gefördertes Kurzzeitprojekt, das nur in diesem Jahr stattfindet.“ Dieses werde von zwei Französischlehrerinnen, Dirtje Reuter und Melanie Brosch, betreut, die dabei mit einer Schülergruppe eine Reise an die Partnerschule der ASS in Yvetot, Frankreich, durchführen. Hierbei werden sie zum Thema deutsch-französische Freundschaft in den Bereichen Demokratie und interkultureller Begegnung arbeiten.
„Andererseits sind wir jetzt bei Erasmus+ als Schule auch akkreditiert, und zwar für den Förderzeitraum bis 31.12.2027. In den kommenden knapp zwei Jahren kann die ASS auf Grundlage eigener Entwicklungsziele Vorhaben umsetzen, bei denen Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte europaweit an Lernaufenthalten teilnehmen und dort projektorientiert zu ausgewählten Themen arbeiten“, erläutert Dr. Steinbeck.
Was heißt das konkret? Engagierte Lehrer der Schule haben für dieses erste Jahr Projektvorhaben zu den Themen KI, Wasser als Ressource, Musik als interkulturelle Begegnung und Schülerfirma/Cafeteria in Ländern wie Belgien und Spanien etc. geplant. Aber 2027 werden dann noch weitere, bereits in der Planung befindliche Projekte hinzukommen. Bereits jetzt richtet sich der Blick nach vorn: Für den Förderzeitraum ab 2028 wird sich die ASS erneut um eine Erasmus+-Akkreditierung bewerben und dabei auf die Erfahrungen der kommenden Projektjahre zurückgreifen.Ein sportlich-ambitioniertes Ziel! Möglich also, dass auch in zwei Jahren wieder eine feierliche Zeremonie aus diesem Anlass an der ASS zu beobachten sein wird, die das Zusammenwirken engagierter Leute aus zahlreichen Nationen bedeutet. Anders als Olympia aber sogar zwei Jahre früher.
