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Ich gehe zur ASS, weil wir bis zur zehnten Klasse zusammen in einer Klassengemeinschaft bleiben.

Ich gehe zur ASS, weil die ASS hilfsbereite Lehrer hat.

Ich gehe zur ASS, weil es ein gutes AG-Angebot gibt.

Ich gehe zur ASS, weil die Menschen an der ASS sozial sind.

Ich gehe zur ASS, wegen der Ruderriege (RRASS).

Ich gehe zur ASS, weil die Jüngeren von den Älteren getrennt sind und sie trotzdem manches zusammen machen.

Ich gehe zur ASS, weil die ASS Partnerschule von Hannover 96 ist.

Ich gehe zur ASS, weil es Austauschfahrten gibt.

Ich gehe zur ASS, wegen der Partnerschaft mit Indien.

Ich gehe zur ASS, weil nur wenig Unterricht gekürzt wird.

Ich gehe zur ASS, weil man in jedem Profil Abitur machen kann.

.Ich gehe zur ASS, weil die ASS seit 1525 Tradition hat und die erste Albert-Schweitzer-Schule überhaupt ist.

Ich gehe zur ASS, wegen des Tages der offenen Tür.

Ich gehe zur ASS, weil es cool ist, ein ASS zu sein!

ASS und der Verein Arivu feiern 10-jähriges Jubiläum mit Gästen aus Indien

Bildungsprojekt verbindet Nienburg und Neerpair in Indien seit 10 Jahren/Vortrag und Besuch an ASS

 

Father John Suresh und Frau Nandhini Krishnan aus Indien zu Gast an der ASS, in der Bildmitte Schulleiter Dr. Ralf Weghöft. Begrüßt wurden sie vom Schulchor der ASS. Mehrere Klassen der ASS haben Klassenpatenschaften für eine indische Schule und das daran angerenzende Wohnheim übernommen und spendeten für diesen Zweck das gesammelte Geld.Der Nienburger Verein Arivu - Zukunft durch Bildung e.V. besteht in diesem Jahr seit 10 Jahren. Aus diesem Anlass feierten die Vereinsmitglieder das 10-jährige Jubiläum, zu dem auch Father John Suresh und Frau Nandhini Krishnan aus Indien zu Gast waren.

Die Erinnerungen an die Zeit der Vereinsgründungen ließen sich die Vereinsmitglieder mit Gästen in ihrer Jubiläumsfeier anhand von Fotos wieder vor Augen führen. Besonders beeindruckt waren aber alle von der Festrede von Father Suresh aus Indien. „Wir haben Father Suresh von Anfang an als äußerst engagierten und verlässlichen Partner wahrgenommen“, betont Kathrin Haase aus dem Vereinsvorstand. In seiner Festrede betonte Suresh, wie wichtig die verlässliche Unterstützung für dieses Bildungsprojekt für die Menschen in Indien ist. Aufgrund des traditionellen indischen Kastensystems ist es auch heute noch so, dass Menschen, die keiner Kaste angehören, als Kastenlose (Dalits) ausgegrenzt werden und oft sehr schlechte Bildungschancen haben. Die Spendengelder des Vereins kommen insbesondere den Kindern dieser DalitFamilien zugute. Suresh verdeutlichte, dass die Bildung und Ausbildung für diese Menschen der entscheidende Schritt ist, der ihnen ein besseres Leben ermöglicht. Dies veranschaulichte er mit mehreren Erfolgsgeschichten von Schülerinnen und Schüler der Dr. Arulappa Schule, die in ihren Familien jeweils zur ersten Generation gehörten, die überhaupt eine Schulbildung genossen und nach ihrer Ausbildung alle einen guten Job gefunden haben, so dass sie nun auf eigenen Beinen stehen und ihre Familien unterstützen können. In ihrer jetzigen Position können sie insbesondere auch dazu beitragen, dass die Dalits ein Gesicht in der indischen Gesellschaft bekommen und ihre Rechte nach dem indischen Gesetz durchsetzen können. Besonders beeindruckend war für die Zuhörer, die an einer der Indienreisen in den letzten Jahren teilgenommen haben, dass die in den Erfolgsgeschichten genannten Personen den Reisenden persönlich bekannt und in herzlicher Erinnerung geblieben sind.

Angefangen hat alles mit dem Tsunami im Indischen Ozean 2004. Damals wollten Schülerinnen und Schüler der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) den Opfern helfen – und zwar langfristig und nachhaltig. So kam über persönliche Beziehungen der Kontakt zu Father John Suresh, dem damaligen Schulleiter der Dr. Arulappa School im südindischen Neerpair, zustande. Zur Dr. Arulappa School gehört auch ein Wohnheim, dort sind Schülerinnen und Schüler aus benachteiligten Familien untergebracht, für die eine gute Schulbildung anders nicht realisierbar wäre. Bald darauf wurde klar, dass die ASS die Bildung und Ausbildung dieser Kinder und Jugendlichen unterstützen wollte. Im folgenden Jahr konnte sich eine Reisegruppe der ASS während eines Besuches in Indien selbst davon überzeugen, dass diese Spendengelder gut angekommen waren und sinnvoll verwendet wurden. Die Mitglieder dieser Reisegruppe gründeten nach dieser beeindruckenden Erfahrung im Jahr 2007 den Nienburger Verein Arivu - Zukunft durch Bildung e.V., um die Zusammenarbeit langfristig auf ein festes Fundament zu stellen.

In den letzten 10 Jahren hat der Verein sein Selbstverständnis aber noch deutlich über diesen einfachen Hilfsansatz hinausgehend weiterentwickelt. „Nach der ersten Reise wurde uns schnell klar, dass wir in Indien nicht als Geldgeber verehrt werden wollten, sondern dass wir eine partnerschaftliche Zusammenarbeit anstreben wollten“, sagt Gründungsmitglied Regina Nürge-Krug. Der Verein hat daher mehrere Begegnungsreisen mit indischen und deutschen Schülerinnen und Schülern organisiert, bei denen jeweils gemeinsam an einem Projekt gearbeitet wurde. Diese Begegnungsreisen wurden von ENSA,Engagement Global, gefördert und inhaltlich begleitet. In den Projekten stand neben dem Jugendaustausch jeweils ein an den Millenniumszielen orientiertes Thema im Mittelpunkt. So wurde zum Beispiel beim Projekt „Nahrungshunger“ deutlich, dass wir in den Ländern des globalen Nordens wirtschaftliche Vorteile aus Beziehung zu den Ländern des globalen Südens ziehen, dass westliche Firmen aber häufig billige Herstellungsprozesse verlangen und dadurch in den Ländern des Südens, z.B. auch in Indien, Schaden anrichten. Eine ehemalige Teilnehmerin der Begegnungsreisen, Katharina Krug, betont: „Aus meiner Sicht sind wir hier in Deutschland dadurch, dass wir billige Produkte aus Indien kaufen, auch mit für die Menschen dort verantwortlich. Wir können uns nicht auf der einen Seite in unserem erst durch die für uns vorteilhaften Handelsbeziehungen ermöglichten bequemen Leben zurücklehnen und auf der anderen Seite die Augen vor der Not der Menschen dort verschließen.“

Durch die enge Zusammenarbeit zwischen dem Vereinsvorstand von Arivu und den beiden Hauptakteuren in Indien, Father Suresh und Frau Nandhini Krishnan, ist in den Jahren eine gute Freundschaft entstanden. Die zwei Inder wurden daher besonders herzlich begrüßt. Beide Gäste fühlen sich in Nienburg inzwischen schon sehr heimisch und wurden auch von den Familien der Vereinsmitglieder wie entfernt lebende Verwandte freudig erwartet und empfangen. Natürlich wurden die gemeinsamen Tage in Nienburg auch dazu genutzt, um weitere Pläne für die zukünftige Zusammenarbeit zu schmieden.

Außerdem waren die Gäste natürlich auch zu Gast in der ASS – dort wurden sie von den Schülerinnen und Schülern herzlich in der Pausenhalle mit einem Beitrag des Schulchors unter der Leitung von Frau Elisabeth Vogels und Frau Christina Hinzmann-Suckel begrüßt. Anschließend besuchten die Gäste mehrere Klassen, die mit einer Klassenpatenschaft monatlich so viel Geld gesammelt haben, damit dafür ein Schüler im zur Dr. Arulappe Hr. Sec School gehörenden St. John’s Schülerwohnheim untergebracht werden konnte. Suresh und Krishnan bedankten sich sehr herzlich bei den Klassen und beantworteten geduldig alle teils auch sehr persönlichen Fragen.

ein kurzer Besuch in der 6d, die fast 500€ bei einer Versteigerung gesammelt hat. Da für die Schülerinnen und Schüler der ASS im Jahrgang 10 Indien ein Pflichtthema ist, hielt Father Suresh für diesen Jahrgang einen erschütternden Bericht darüber, wie sehr das Leben der Landbevölkerung in Indien noch vom Kastensystem geprägt ist. Suresh betonte, dass in den Medien viele schöne und exotische Bilder über Indien verbreitet werden, dass aber für einen Großteil der indischen Bevölkerung diese Bilder eben nicht der Realität entsprechen, weil sie als Kastenlose wie Aussätzige behandelt werden. Lehnen sich Kastenlose dagegen auf, kommt es häufig zu gewalttätigen Auseinandersetzungen und teilweise zu so genannten Ehrenmorden.

Insgesamt hofft der Verein Arivu, dass die Zusammenarbeit auf Nienburger und indischer Seite zukünftig noch weiter vertieft werden kann – und der Besuch zum 10-jährigen Jubiläum den Blick auf die Situation in Indien geschärft hat.

Hilde Munk

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